Èesky | Deutsch | English | Russian


Mapa:


Burgsagen

Auf dem Großen Turm waren lange Zeit römische und bömische Krönungskleinodien aufbewahrt. In die Kreuzkapelle, wo sie durch „Das gesamte Himmelsheer“ bewacht wurden, durfte man nur mit Genehmigung des Landtages. Kein Wunder, das gewöhnliche Leute in Karlstein legendäre „dreizehnte Kammer“ sahen und sich viele Sagen und Geschichten einfallen ließen.

Feministischer Irrtum auf Karlstein

Früher durften die Frauen die Burg nicht betreten – das denken sich noch heute viele Leute. Auf diesen Gedanken kam Vrchlický in seinem Lustspiel Die Nacht auf Karlstein. Es stimmt aber nicht, die Frauen durften hier genauso verweilen wie auf jeder beliebigen Burg. Diesen Irrtum hat schon Václav Hájek von Liboèany im 16. Jahrhundert verursacht, der in seiner Chronik die Burg Karlik erwähnte. Die standt nicht weit von hier und laut Hájek sollte sie als Nachtquartier für Damen dienen, die am Tag ihre Gefährten auf Karlstein besuchten. Die Wahrheit stellen wir beim Studieren der Gründungsurkunde für das Kapitel fest, wo geschrieben steht: „Durch diese Urkunde wird auf ewige Zeiten untersagt, dass keiner auf dem Turm des Schlosses Karlstein, wo die verheißene Kapelle steht, hier mit einer Frau schlafen oder liegen dürfte.“ Die Frauen bewegten sich frei auf der Burg, die Zutritt wurde ihnen nur in einen Stock des Großen Turmes verboten, wo die Beschützer des wertvollen Schatzes saßen.

Tschechische „Èachticer“ Frau

Die gruseligste Geschichte von allen beruht auf der Wahrheit. Im 16. Jahrhundert wohnte auf der Burg Kateøina Bechyòová, die Ehefrau vom Burgvogt, die auf eine abscheuliche Weise vierzehn Personen umbrachte. Diese sadistische Frau quälte am meisten junge Mägde, aber ihrer Wut entkamen auch Knechte und Tiere nicht. Ein Diener, der ihre Befehle nicht erfühlte, wurde ohne Seil ins Verlies geworfen. Die Katze , die Spitzen zerriss, ließ Katharine lebendig enthäuten. Auf ihr Verhalten machte erst Václav Hájek von Liboèany Prager Kammergericht aufmerksam, ehemaliger Karlsteiner Dekan. Die tschechische „Èachticer“ Frau wurde zum Verhungern verureilt. Daraufhin ließ ihr Gatte den Chronist verbannen. „Sie brachten Hájek als Gauner unter dem Pferd geschnürt aus Karlstein nach Prag“ schrieb damals Èáslaver Ritter, Václav Halaš. Zwei Tage nach dem Tod Katharinas starb plötzlich auch der Kammergerichtvorsitzende – das letzte Opfer der ruchlosen Burgvögtin? Getötete Mädchen sollen auf der Burg bis heute als Weiße Frauen geistern.

Blinder Musiker

Eine der bekanntesten Karlsteiner Sagen erzählt über einen blinden Musiker, der – begleitet an jeder Ecke durch seinen treuen Hund –auf der Burg Laute spielte. Zu dieser Zeit war hier Braunschweiger Fürst mit seinem treulosen Kammerdiener zu Besuch, der ihn während des Festmahles zu vergiften versuchte. Er reichte dem Edelmann einen Kelch mit vergiftetem Wein, der ihn aber – nicht ahnend – dem Sänger reichte. Er soll trinken, wenn er den ganzen Tag so schön spielte. Als der einfache Musiker den Kelch an die Lippen führte, sprang der Hund auf seinen Schoß und trank selber den Wein aus, woraufhin er selbstverständlich sofort starb. Der Blinde streichelte seinen lieben Freund zum letzten Mal und sagte: „Geehrter Herr, der Wein war vergiftet und sollte Euch den Tod bringen.“ Welche Strafe der ruchlose Diener bekam, erfuhr der Musik nie. Ein paar Tage später starb er an Trauer für seinen Hund.


Pension Pod Draèí skálou
Preis ab: 22.0 € Person/Nacht
Hotel Na Ostrovì
Preis ab: 17.5 € Person/Nacht
Pension Primus
Preis ab: 18.3 € Person/Nacht
Pøidat hotel 
Wissen Sie…

Wissen Sie, dass das Minarett im Parkareal Lednice-Valtice der Bleistifterfinder entworfen hat? Er hieß Josef Hardmuth und gründete die Bleistiftfabrik, die später die Grundlage für die weltbekannte Gesellschaft Koh-i-noor bildete.



Online Travel Solutions © Danksagung